Die Rote Plattform

der SPD im Kreis Düren

Anne Küpper

07.12.07

Anne Küppergeboren am:10.03.1983 in Köln,

Schulabschluss: Abitur 2002 (Frankengymnasium Zülpich)
Beruf: Studentin der Rechtswissenschaften an der Universität zu Köln
Freizeitaktivitäten:
• Sozialdemokratin (seit 2002)
• stellvertretende Vorsitzende des Pfarrgemeinderats Gladbach
• aktives Mitglied der Karnevalsgesellschaft “KG Verdötschte Glabige” und der Showtanzgruppe “Neffeltaler Ladykracher”

 

Warum ich in die SPD eingetreten bin!?

Ich bin im April 2002 in die SPD eingetreten. Bis ich diesen Entschluss fasste, hatte es schon etwas Zeit gebraucht.

Ich weiß nicht mehr genau wie lange der Entscheidungsprozess gedauert hat, es war jedenfalls einige Wochen vor diesem Entschluss, als mein Vater (ebenfalls langjähriges SPD-Mitglied) zu mir kam und mir sagte, es würde doch langsam mal Zeit Farbe zu bekennen und ob ich nicht in die SPD eintreten wolle.

Ich muss gestehen, dass ich von der Vorstellung in irgendeine Partei einzutreten damals nicht sonderlich angetan war.

Für Politik interessierte ich mich zwar schon seit längerem, aber Parteiarbeit ist ehrenamtlich, verpflichtend und zeitraubend, soviel war mir klar, auch ohne mich näher mit der Sache beschäftigt zu haben.

Dennoch blieb die Frage meines Vaters nicht ohne Wirkung. In der nächsten Zeit beschäftigte ich mich verstärkt mit politischen Themen, was zu diesem Zeitpunkt nicht sonderlich viel Eigenarbeit erforderte, da man angesichts der im Herbst anstehenden Bundestagswahlen, mit politischen Aussagen und Themen aus sämtlichen Medien geradezu bombardiert wurde.

Je mehr ich mich informierte, desto mehr wurde ich mit der Tatsache konfrontiert, dass ich für mich persönlich bereits “Farbe bekannte”, indem ich bestimmte Aussagen als unterstützenswert einstufte und andere wiederum ablehnte.

Nachdem mir dies endlich klar geworden war, fasste ich den Entschluss, den Schritt in eine Partei zu wagen. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, mag es für Außenstehende vielleicht seltsam erscheinen, die Entscheidung in eine Partei einzutreten zu treffen, bevor man die Partei für sich gewählt hat. Tatsache ist jedoch, dass für mich immer nur eine bestimmte politische Richtung und daher auch nur zwei Parteien in Frage kamen.

Mein Verständnis von Gerechtigkeit schließt ein Weltbild, in dem nicht jeder Mann, jede Frau und jedes Kind die gleichen Chancen hat aus. Für mich war immer klar, dass dies der oberste Grundsatz für jedes politische Thema sein muss, handele es sich dabei um Gesundheits- , um Bildungs- oder um Wirtschaftspolitik.

Mit diesem grundlegenden Verständnis las ich im Internet Auszüge der Parteiprogramme von SPD und Grünen, da alle anderen Parteien mein politisches Grundverständnis eher schlecht als recht bedienten.

Was mich schließlich dazu bewogen hat, der SPD der Vorzug zu geben, waren eher Kleinigkeiten.

Möglicherweise hat es auch eine Rolle gespielt, dass die SPD die größere und geschichtsträchtigere Partei war und ist, wohingegen die Grünen sich erst innerhalb der letzten Jahre zu einer regierungsfähigen Partei entwickelt hatten.

Meine Wahl fiel also auf die SPD.

Anfängliche Unsicherheiten, ob diese Wahl auch Bestand haben konnte, waren bereits auf der ersten Mitgliederversammlung nach der Rede des Unterbezirksvorsitzenden und einer daran anschließenden Diskussion der Mitglieder meines Ortsvereins verflogen. Dort konnte ich unmissverständlich feststellen: diese Leute wollen dasselbe wie ich, nämlich die soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit, von der ich bereits als Grundprinzip gesprochen habe.

Seither habe ich mich oftmals über Diskussionen und Entscheidungen einzelner Parteimitglieder und besonders auch der Parteispitze geärgert.

Ich habe jedoch nie darüber nachgedacht, der Partei deshalb den Rücken zuzukehren und mich nicht weiterhin zu engagieren.

Wer etwas verändern will, der muss schon selbst damit anfangen. Man darf nicht erwarten, dass andere dies für einen erledigen, sonst wird nie etwas passieren. Auch dies war ein Grund für den Parteieintritt und es ist ebenso ein Grund an seiner Überzeugung festzuhalten.

Dass eine Partei bei einzelnen Teilfragen nie die Meinung aller ihrer Mitglieder widerspiegeln kann, ist klar.

Bei einer so großen Zahl von Personen treffen notwendigerweise auch viele unterschiedliche Meinungen und Ansichten aufeinander. Das ist auch gut so, denn so funktioniert nun einmal Demokratie innerhalb einer Partei, genau wie innerhalb eines Staates.