Felix Röhlich
04.04.08
Felix Röhlich
Langenbergerstr. 12, 52349 Düren
Tel.: o2421-505449
Geb.: 11.4.1929,in Düren, verh. 3 Kinder.
Beruf: Techniker (Computerspezialist), heute Rentner.
- Mitglied der Gewerkschaft IGM seit 1946
- Mitglied der SPD seit 1952, war in versch. organisatorischen Funktionen aktiv, u.a. Ortsvereinsvorsitzender.
- Stadtverordneter von 1964 bis 1972, dort stellv. Fraktionsvorsitzender.
- Kreistagsabgeordneter von 1972 bis 1994, dort von 1982 bis 1994 Fraktionsvorsitzender.
- Mitglied des LVR (Landschaftsvers. Rheinland) von 1989 bis 1994.
- Mitglied des Regiovorstandes (Euregio Maas-Rhein) von 1980 bis 1994.
- Vorsitzender des SGK-Kreisverbandes Düren von 1974 bis 1994.
- Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt (AWO), Ortsverein Düren-Stadt von 1985 bis 2002, jetzt Ehrenvorsitzender.
- Vorsitzender der Bildungsgemeinschaft Rurland e.V. von 1995 bis 2005,vorher und jetzt Vorstandsmitglied.
- Mitarbeiter bei der Geschichtswerkstatt Düren
Warum bin ich Mitglied der SPD geworden ?.
Als Zeitzeuge des sogen. Tausendjährigen Reiches der Nationalsozialisten,welche nach 12 Jahren ein zugrunde gerichtetes Land mit unübersehbaren Bergen von Leichen und Trümmern und das Volk im Elend hinterlassen hatten, habe ich mir damals die Frage gestellt :“Wer könnte am ehesten verhindern, dass sich noch mal solche Verbrecher den Staat zur Beute machen?“.
Nach Vergleich der Programme und Reden der Nachkriegsparteien, haben mich besonders die Reden von Dr.Kurt Schumacher ,1.Vorsitzender der SPD nach dem Krieg, beeindruckt. Schumacher war bereits 1932/33 Reichstagsabg. und
hatte im März 1933 mit der SPD-Fraktion mutig gegen das sogen. Ermächtigungsgesetz der Nazis gestimmt. Wegen seines unerschütterlichen Einsatzes für Demokratie und Freiheit, hatten die Nazis ihn fast 12 Jahre in KZ-Haft gesperrt.
Im 1.Deutschen Bundestag machte Dr.Schumacher u.a. deutlich, wie sehr dieIndustrie- und Wirtschaftsbosse am Aufstieg Hitlers beteiligt waren. Er forderte für die neue Bundesrepublik eine vollständige Demokratisierung der Industrie, der Banken und Wirtschaftsverbände, sowie eine sozial gerechte Wirtschaftsordnung. Bereits im Heidelbergerprogramm von 1925, hatte die SPD als aussenpolitisches Ziel und zur dauerhaften Friedenssicherung, die Bildung der Vereinigten Staaten von Europa gefordert. Auch deshalb lehnte Dr.Schumacher den Plan Adenauers, Wiederbewaffnung und Aufbau einer neuen Wehrmacht, entschieden ab.
Alles dies entsprach meinen Ansichten über soziale Gerechtigkeit und Friedenspolitik. So entschloss ich mich 1952, als herauskam, dass Adenauer in Geheimverhandlungen mit den USA bereits eine neue Deutsche Wehrmacht plante, obwohl noch zehntausende deutsche Kriegsgefangene in russischen Lagern festgehalten wurden, Mitglied der SPD zu werden. Ich wollte als kleines Rädchen am Aufbau des Staates mitwirken.
Wenn es auch immer mal wieder Ärger mit der Partei und handelnden Personen gibt, fühle ich mich in ihr zu Hause. Denn, wie Erhard Eppler es einmal ausdrückte,“die SPD ist die Partei die man kritisiert weil man auf sie setzt und von ihr mehr erwartet als von anderen“, und weil sie ihren programmatischen Grundsätzen: Frieden, Freiheit und soziale Gerechtigkeit immer treu geblieben
ist.