Die Rote Plattform

der SPD im Kreis Düren

Richard Halver

14.11.07

Richard HalverWarum ich in die SPD eingetreten bin?

Die Frage, warum ich in die SPD eingetreten bin, beschäftigt mich jetzt schon seit dem wir uns über dieses Thema beim letzten Treffen unterhalten haben.

Ich habe bis heute nichts zu Papier gebracht und bin überrascht und es erschreckt mich einigermaßen, dass die Beantwortung dieser Frage für mich nach rund 10 Jahren Mitgliedschaft solche Probleme aufwirft.

Warum ich heute in der SPD bin, ist mir klar. Aber ich frage mich, gab es Mitte der 90er Jahre einen Punkt, einen Auslöser, an dem ich für mich beschlossen habe: Jetzt reichts, jetzt will ich selbst etwas tun?

Je mehr ich darüber nachdenke: Es gab diesen Auslöser nicht. Es war auch nicht die Überlegung: Was bedeuten die Grundwerte explizit für mich – wie Norbert in seinem Essay toll beschreibt, oder auch Felix, der für seinen Eintritt in die SPD handfeste Gründe hatte.


Es gab sicherlich Bausteine, die Stück für Stück dazu beigetragen haben. Ich erinnere mich in dem Zusammenhang noch an unser Mitglied beim OV Kreuzau, mit dem ich vor 25 und mehr Jahren bereits Hallenhandball gespielt habe. Er wurde zu dieser Zeit immer von den Mannschaftskollegen wegen seiner Mitgliedschaft in der SPD aufgezogen. Er hat dies immer verteidigt, argumentativ verteidigt. Das hat mir imponiert. Man mag daran erkennen, wie lange sich schon dieser Prozess dahinzog, sicherlich mit Unterbrechungen, aber dennoch stetig.

Daher komme ich jetzt zu dem Schluss, dass mein Eintritt in die SPD der Schlusspunkt einer gewachsenen, seit vielen Jahren (ich war damals bereits Ende 30) gewachsenen, gefühlsmäßigen Entwicklung war. Ich glaube, es hat eigentlich nie die „Gefahr“ bestanden, einer anderen politischen Partei anzugehören als der SPD, es hat nur etwas länger gedauert.

Ich habe mich seit dieser Zeit geärgert, ich habe geschimpft und war oft enttäuscht, ich habe aber während meiner Mitgliedschaft in der SPD viele tolle Leute kennen lernen dürfen (auch einige weniger tolle), ich habe sehr viel für mein persönliches Leben mitgenommen, ich habe bis heute sehr viel Zeit investiert, sehr viel Kraft investiert (wie alle von Euch), ich bin erfolgreich gewesen, habe Niederlagen eingesteckt, aber es hat bis heute nie die „Gefahr“ bestanden, diesen Schritt zu revidieren oder zu bereuen.

Heute bin ich neugierig, neugierig darauf, was die Zukunft bringt, wie sich die SPD regional und überregional entwickelt. Ich bin ein Teil dieser Entwicklung und ich bin stolz darauf. Ich werde auch künftig versuchen, unsere Partei zu gestalten, in unserer Partei zu gestalten, wie hunderttausende Mitglieder dies auch tun werden, und es wird interessant sein zu beobachten, wohin die Zukunft die SPD führt.